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Erfolgreiche Abstimmungskampagne in Basel: Vermisstmeldung überzeugte Wähler

Kampagne für die UNIA Nordwestschweiz gegen die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Die Plakate wurden als Kulturplakate (A2) in Basel aufgehängt und als A4-Prints wild plakatiert. Ein Konzept, welches in den Medien Wellen geschlagen hat – die Vorlage wurde mit 60 Prozent Stimmenanteil verworfen.

Am 3. März entschieden die Stimmberechtigten von Basel-Stadt mit klaren 60 Prozent gegen die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Für die Gewerkschaft Unia haben wir zusammen mit René Moor von moor.text das Sujet der Gegenkampagne konzipiert. Es ist eine Vermisstenanzeige von Kindern, die ihr Mami suchen, weil es als Verkäuferin länger arbeiten muss. Die Abstimmungskampagne warf in Basel hohe Wellen – auch in den Medien. Unter anderem hat die Basler Zeitung dem Thema einen grossen Artikel gewidmet. Darin kommen auch Werbefachleute zu Wort. Laut dem Kampagnenspezialisten Mark Balsiger aus Bern ist das Sujet mit der vermissten Mutter gelungen. «Im Gegensatz zu anderen Unia-Kampagnen wird hier das Thema auf den Punkt gebracht, ohne mit dem Vorschlaghammer zu kommunizieren.» Dass durch die Kampagne Emotionen ausgelöst würden, sei hilfreich. «Alleine mit Fakten ist es schwierig, das Publikum zu erreichen», so ­Balsiger. Dennoch: Gefühle alleine würden nicht reichen, um die Stimmbürger für sich zu gewinnen. «Die Argumente dahinter müssen überzeugen», sagt ­Balsiger. «Im Grundsatz gut», findet die Kampagnenidee auch Oliver Kirschbaum von der Basler Werbeagentur Eyeloveyou. «Sie erreicht dank der Kombination mit der Guerillakampagne mit kleinen Vermisst-Plakaten in der ganzen Stadt die nötige Aufmerksamkeit.»

Bericht über die Kampagne in der Basler Zeitung.

Kunde
Unia Nordwestschweiz, 2013

Leistungen Büro a+o
+ Konzept + Gestaltung

Text: moor.text

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